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Auf Augenhöhe

Rechte von Menschen mit Behinderung

Die UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt grundlegende Rechte für Menschen mit Behinderungen. Sie konkretisiert die universellen Menschenrechte aus der Perspektive der Menschen mit Behinderungen vor dem Hintergrund ihrer Lebenslagen.
Recht haben bedeutet, sich für seine Rechte stark zu machen. Dies ist für für viele Menschen kein leichtes Unterfangen. Menschen mit Behinderung haben deshalb oft Probleme, ihre Interessen durchzusetzen, zum Beispiel wenn es um unterstützende Leistungen geht.
Mit dem Projekt „Auf Augenhöhe in der Teilhabeplanung“ hilft das Diakonische Werk diesen Menschen beim Umgang mit Behörden und Ämtern.


Die sozialhilferechtliche Teilhabeplanung

Menschen mit Behinderung haben einen Anspruch auf unterstützende Leistungen durch die Öffentliche Hand, wenn aufgrund der Behinderung ihre soziale Teilhabe eingeschränkt wird. Die Teilhabeplanung oder auch Hilfeplanung ist ein Instrument, mit dem der Teilhabe- oder Hilfebedarf nach SGB XII festgestellt und vom Sozialhilfeträger bei der Beratung von Personen eingesetzt wird, die Leistungen zur Teilhabe beantragen.
Damit hilfebedürftige Personen ihre Wünsche und Vorstellungen im Prozess der Teilhabeplanung / Hilfeplanung so einbringen, dass ihr Wunsch- und Wahlrecht grundsätzlich sichergestellt ist, werden die Personen, die schon in Einrichtungen wohnen oder arbeiten, vom dortigen Fachpersonal unterstützt und begleitet.

Ergänzung zu dem professionellen Unterstützungssystem

Bisher werden Menschen mit Behinderung in der Teilhabeplanung von Seiten der Leistungserbringer und der Leistungsträger informiert und begleitet. Das Projekt Auf Augenhöhe bietet eine davon unabhängige Begleitung und Beratung an.
Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Behinderung bei der Wahrnehmung ihres Rechtsanspruchs auf Eingliederungshilfe zu stärken. Sie sollen möglichst frei von Ängsten und „auf Augenhöhe“ die Teilhabeplanung erleben und ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen über ihre eigene Lebensgestaltung einbringen. Dafür wird ein landesweites niedrigschwelliges Hilfeangebot eingerichtet, das ihnen sachkundige Personen (Profis und Selbsterfahrene) an die Seite stellt.
Dieses Angebot besteht aus drei Säulen:

  1. einem regionalen Netzwerk mit ehrenamtlich tätigen Peer-Berater – den Teilhabe-Begleitern,
  2. einer Rechtsberatung zu Teilhabe- und Eingliederungshilfeleistungen und einer pädagogischen Koordination,
  3. Workshops zur Teilhabe und Teilhabeplanung.

 

Alle Leistungen sind kostenfrei.